Esoterik sortiert

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A

Abwehrzauber
Adept
Affirmation
Alectryomantie
Alleinheit
Anthroposophie
Äon (Astrologie)
Äon (Thelema)
Astralleib
Astrologie
Aura Soma

B

Bach-Blütentherapie
Barbelo-Gnostiker
Belebtes Wasser

Bilokation

Bovis
Buch der Schatten
Buchela

C

Chakra
Chanting

D

Dedikant
Drei heilige Frauen

 

 

 

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E

Einhandrute
Energie (Esoterik)
Energiekörper
Engel
Enneagramm
Entschlackung
Erdmutter
Eurythmie

F

Familienaufstellung

Feinstofflichkeit
Feng Shui
Fernwahrnehmung
Fischezeitalter

G

Gedankenfotografie
Geistiges Heilen
Gematrie
Geomantie
Glastonbury-Schwert
Gläserrücken
Gnostizismus

H

Hausgeist
Heilstein
Hellsehen
Hermes Trismegistos
Himalayasalz
Hulu
Huna

I

 IDZ
Indigo-Kinder
Inkorporation (Esoterik)
Inspiration (allgemein)

J

 

jin shin jyutsu

 

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K

Karma
Kartenlegen
Kinesiologie
Klangmassage
Kristallschädel

L

Lebensbilderschau
Lenormandkarten
Levitation (Parapsychologie)
Lichtfasten
Lo pan

M

Magie
Mana (Ethnologie)
Medium (Person)
Medizinrad
Menschlicher Magnetismus
Merkaba
Mindmachine
Mondphasen-Methode

N

Nahtod-Erfahrung
Neotantra
New Age
Numerologie

O

Okkultismus
Otherkin
Ouija

P

Pendel (Esoterik)
Pfad der rechten Hand
Pfad zur linken Hand
Planchette (Esoterik)
Planetentöne
Posives Denken
Prana
Prophezeiung
Psi-Phänomen
Psychosomatische Energetik
Pyramidenenergie

Q

Qi
Qigongkugeln

QuantumLightBreat

 

 

 

 

 

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R

Radiästhesie
Rebirthing
Reiki
Reinkarnation
Reinkarnationstherapie

Rosenkreuzer

S

Sanjeevini
Scharlatan
Seele
Seelenreise
Seher
Shin Tai
Sonnentanzweg
Spagyrik
Spiritismus

Spontanheilung
Spökenkieker
Synarchie
Séance

T

Tabula Smaragdina
Tachyonen-Behandlung
Talisman

Tantra
Tarot
Teleaesthesie
Telekinese
Telepathie
Tensegrity (Castaneda)

Thelema
Therianthropie
Tonbandstimmen
Trance (Zustand)
Trancetanz
Transzendentale Meditation

U

Ufoglaube

Umkehr (Esoterik)
Universelle Weiße Bruderschaft

V

Vastu
Vier-Elemente-Lehre
Vierter Weg
Visualisierung (Meditation)

W

Wahrsagekarten
Wahrsagerei

Wasserader
Wassermannzeitalter

Wesensglieder

Wicca

Z

*


 

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Esoterik

Esoterik (von griechisch εσωτερικός, esoterikós, „innerlich“), ist, in der ursprünglichen Bedeutung des Begriffs, die Lehre oder Wissenschaft des Geheimen. Gegensatz: Exoterik (i.S.v. öffentlichem Wissen). Im allgemeinen ist damit die Wissenschaft über alles nicht-sinnliche, nicht-physikalische bezeichnet, im Gegensatz zur Naturlehre oder Naturwissenschaft, der 'Lehre der Natur'. Der Begriff 'Esoterik' ist heute zumeist ein Sammelbegriff für ein breites Spektrum verschiedenartiger Weltanschauungen, welche die spirituelle Entwicklung des Individuums betonen, jedoch durch keine organisierte Religion oder religiöse Konfession im engeren Sinn als Glaube vertreten werden. Kontemporär wird der Begriff oft synonym zu New Age verwendet. Den sich teilweise deutlich unterscheidenden oder sogar widersprechenden Lehren, die unter den Begriff "Esoterik" fallen, ist gemeinsam, dass sie die Existenz von Phänomenen außerhalb des erfahrungswissenschaftlich messbaren postulieren und sowohl naturwissenschaftliche als auch konfessionell religiöse Betrachtungsweisen als nicht ausreichend ansehen, um die Welt vollständig erklären zu können.
Wortbedeutung und Etymologie

Wörtlich bedeutet der griechische Begriff mit dem Adjektiv εσωτερική [γνώση] „das innere, innerliche, verborgene, geheime Wissen“ und „zum inneren Kreis gehörig“ (esôteros – das Innere). Das Wort „Esoterik“ bezeichnet traditionell und nach seiner Etymologie demnach eine Geheimlehre, die nur Eingeweihten zugänglich gemacht wird (Arkanprinzip); im Gegensatz dazu bezeichnet der Begriff der Exoterik eine offene und für jeden zugängliche Lehre. Im heutigen Sprachgebrauch wird die Bedeutung des Wortes aber meist übergangen, und das eigentlich Exoterische wird esoterisch genannt. Esoteriker verstehen meist Esoterik als die auf das Innere bezogene Lehre, also auf seelische, spirituelle Ursachen. Exoterisch sind nach dieser Deutung Betrachtungsweisen, die sich auf die fünf Sinne des Menschen und den Verstand konzentrieren und spirituelle Zusammenhänge eher verneinen.
Geschichte

Die klassische Lehre der Esoterik wurde in der Tradition der auf Hermes Trismegistos zurückgehenden antiken Geheimlehre auch als Hermetik bezeichnet. Die klassische Esoterik war in Orden, Logen und esoterischen Schulen organisiert und machte ihre Lehren nur Mitgliedern zugänglich. Neben okkulter Praxis gab sie vor allem überliefertes Gedankengut in Bereichen wie Astrologie, Zahlenmystik oder Tarot weiter. Auch die Lehren der Gnosis, Hermeneutik, Kabbala, Alchemie und der Rosenkreuzer zählten neben zum Teil lokal bedeutenden Strömungen zu den esoterischen Überlieferungen. Im viktorianischen Zeitalter erlebten Okkultismus und verschiedenste Formen von Orakeln eine Blütezeit. Etwas gemäßigter war demgegenüber die Bewegung des Spiritualismus, die auch eine Brücke zu den fernöstlichen Religionen schlug. Es gibt breite Überschneidungen zwischen Esoterik im engeren Sinne und der Anthroposophie nach Rudolf Steiner im weiteren Sinne (s.u.). In den letzten 150 Jahren hat sich die Esoterik inhaltlich zu einer Weltanschauung gewandelt, deren Anhänger sie oft als allumfassend und universalreligiös und als Vereinigung der "inneren Lehren" aller Religionen sehen (Theosophie, Neugeist-Bewegung). Seit den 1930er und in einer zweiten großen Welle seit den 1980er Jahren ist die Esoterik – insbesondere im westlichen Kulturkreis – zu einer Massenbewegung mit Breitenwirkung geworden, die viele teilweise widersprüchliche Teilströmungen umfasst.
Esoterische Weltanschauung

Da es sich, im Gegensatz zur Spiritualität, bei der Esoterik nicht unbedingt um ein persönliches religiöses Erleben handelt, sondern um eine Vielzahl einzelner Angebote und Wege zur Realisation einer individuellen religiösen Erfahrung, lässt sie sich kulturell und soziologisch nur sehr beschränkt festlegen. Die traditionelle Aufteilung in eine öffentliche und eine geheime Lehre, wie sie zum Beispiel von den Rosenkreuzern praktiziert wird, gilt für die heutige Esoterik meist nicht mehr. Allerdings wird von vielen Esoterikern behauptet, man könne esoterische Lehren nur nach langjährigem Studium verstehen und beurteilen.
Verbreitung heute

Esoterik ist der Überbegriff für eine Reihe unterschiedlicher Lehren und Traditionen, die von der Naturwissenschaft nicht anerkannt sind, jedoch als Ausdruck individueller Spiritualität gesellschaftlich teilweise akzeptiert sind. Eine gewisse Bedeutung für die Entwicklung in der Nachkriegszeit hatte hier die Vereinigung OARCA (Omnia Arkana), die Zeitschrift esotera sowie die Veröffentlichungen der Psychotherapeuten Thorwald Dethlefsen und Rüdiger Dahlke. In der Schweiz üben das Medium Oskar Rudolf Schlag, der Ex-Pfarrer Hans-Dieter Leuenberger sowie die Zeitschrift Spuren mit dem Herausgeber Martin Frischknecht Einfluss aus. Esoterik ist nicht unbedingt deckungsgleich mit einer Parawissenschaft, da die verschiedenen Disziplinen üblicherweise keinen wissenschaftlichen Anspruch erheben (strenge experimentelle Richtlinien etc.) und nur über gewisse weltanschauliche Gemeinsamkeiten verfügen. Viele esoterische Angebote wie beispielsweise die Astrologie sind von stark pseudowissenschaftlichem Charakter geprägt. Einzelne esoterische Heilmethoden werden auch als Erfahrungswissenschaften bezeichnet. Gesondert, aber dem Begriffe nach inhaltlich und formell verbunden, wird in der Wissenschaft der esoterische Buddhismus (z. B. Mikkyo und hier insbes. z. B. die Shingon-shū) betrachtet.
Richtungen und Praktiken

Es gibt zahlreiche unterschiedliche Strömungen der heutigen Esoterik, die sich teilweise überlappen, teilweise nicht viel miteinander zu tun haben. Nicht alle von ihnen können vollständig zur Esoterik gerechnet werden. Die meisten esoterischen Richtungen betonen eine spirituelle Entwicklung des Menschen.

Esoterische Weltanschauungen beziehen sich meist auf fünf Bereiche:

* Praktische Entscheidungshilfen für die Lebensplanung, teilweise auch für Alltagsentscheidungen. In diesen Bereich fallen vor allem Techniken wie Astrologie, Tarot, Pendeln oder Handlesen.
* Selbsterkenntnis. Manche Anhänger der Esoterik versuchen, ihren Charakter und ihre Bedürfnisse mithilfe esoterischer Welterklärungskonzepte zu bestimmen, vor allem mittels der verschiedenen Varianten der Astrologie.
* Medizinische Hilfe. Mit Techniken der alternativen Medizin wird versucht, das körperliche und seelische Wohlbefinden zu verbessern, zum Beispiel mit Aromatherapie, Bach-Blütentherapie, Reiki, Homöopathie oder der Feldenkrais-Methode. Die Esoterik nimmt sich dabei vor allem Bereichen an, die die klassische Medizin nicht abdeckt (zum Beispiel ‚Hilfe beim Wohlfühlen‘) oder in denen deren Erfolge als unzureichend empfunden werden, wie bei der Behandlung chronischer Schmerzen, aber auch bei akuten Krankheiten.
* Spirituelle Hilfe. Die meisten esoterischen Richtungen postulieren das Vorhandensein einer unsterblichen menschlichen Seele und befassen sich mit Wegen, deren Schicksal zu verbessern. Bei vielen dieser Richtungen kommen Konzepte indischer Religionen wie Karma und Reinkarnation vor. Häufig wird gelehrt, dass eine ‚Reinigung‘ oder eine ‚Erleuchtung‘ des Anhängers nötig sei, um in dieser Welt oder nach dem Tod einen besseren Zustand zu erreichen.
* Verbesserung der Welt insgesamt. Unter manchen esoterischen Richtungen ist die Ansicht verbreitet, dass man durch Verhalten entsprechend esoterischer Lehren die Welt insgesamt grundlegend verändern und somit verbessern könne. Solche Ansichten sind Grundlage der ‚New Age‘-Bewegung, die ein neues Zeitalter, etwa das ‚Wassermannzeitalter‘ angebrochen sieht oder erwartet. Entsprechende Auffassungen vertritt beispielsweise Fritjof Capra. 

Zu den esoterischen Richtungen und den zahlreichen Praktiken, die in der Esoterik aufgegriffen werden, gehören unter anderem:

* Alchemie
* Anthroposophie
* Astrologie
* Aura
* Energiekörper
* Feinstofflichkeit
* Geistheilen
* Gnostizismus
* Kabbalismus



* Kartomantie
* Magie
* Medialität
* Metaphysik Metasinne
* Mystik
* Neopaganismus
* Neo-Feng-Shui
* New Age
* Okkultismus
* Parapsychologie
* Reiki
* Satanismus
* Schamanismus und Neoschamanismus



* Spiritualität
* Spiritismus
* Sufismus
* Tantra und Neotantra
* Tarot
* Theosophie
* Yoga
* Zahlenmystik

Kritik

In einigen Religionen, wie im Christentum, im Islam oder im Judentum, werden esoterische Ansichten vielfach als Irrglauben abgelehnt. Auch von verstandesbetonten Menschen mit naturwissenschaftlicher Überzeugung oder atheistischer Lebensauffassung wird die Esoterik als rückschrittlich und Irrtum kritisiert, den die Aufklärung und die Wissenschaft eigentlich schon überwunden hätten. Einige Kritiker, aber auch manche Esoteriker selber beklagen auch einen „Supermarkt der Spiritualität“: Verschiedene, teils widersprüchliche spirituelle Traditionen, die über Jahrhunderte in unterschiedlichen Kulturen der Welt entstanden, würden in der Konsumgesellschaft zur Ware, wobei sich verschiedene Trends und Moden schnell abwechselten („gestern Yoga, heute Reiki, morgen Kabbala“), und als Produkt auf dem Markt ihres eigentlichen Inhalts beraubt würden (Lifestyle). Dieser Umgang sei oberflächlich, reduziere Spiritualität auf Klischees und beraube sie ihres eigentlichen Sinns. Trotz Berufung auf ein „gemeinsames Urwissen“ werden einzelne Begriffe von einzelnen esoterischen Strömungen oft sehr unterschiedlich gebraucht. Es wird kritisiert, dass Anbieter im Bereich esoterischer Hilfe unrealistische Erwartungen wecken oder Versprechungen machen, die Hilfesuchende in Gefahr bringen können. Wird etwa versucht, eine medizinische Tumorbehandlung mit esoterischen/alternativmedizinischen Methoden zu ersetzen, so besteht das Risiko schwerster irreversibler Gesundheitsschäden bis hin zu Todesfällen, die bei Anwendung der heutigen Medizintechnik vermeidbar wären.
Begriffe


Bach-Blütentherapie

Bei der Bach-Blütentherapie handelt es sich um ein in den 1930er Jahren von dem britischen Arzt Edward Bach (* 1886, † 1936) begründetes alternativmedizinisches Verfahren. Der Name hat also nichts mit einem Bach im Sinne eines Gewässers zu tun. Ein wissenschaftlicher, medizinischer Nachweis der Wirksamkeit der Bach-Blütentherapie gelang bisher nicht und gilt als unwahrscheinlich.

Die Hypothese

Die Bach-Blütentherapie basiert auf der Hypothese, dass jeder körperlichen Krankheit eine seelische Gleichgewichtsstörung vorausgehe und dass die Harmonisierung von Gefühlen und Gedanken eine Heilung bewirken könne. Bach postulierte ursprünglich zwölf Gemütszustände (u.a. Ängstlichkeit, Ärger, Kummer), erweiterte das Repertoire dann aber früh auf 38 disharmonische Seelenzustände der menschlichen Natur, denen er jeweils eine Blütenessenz zuordnete. So soll zum Beispiel Rotbuchen-Essenz bei Arroganz, Geißblatt bei Pessimismus oder Kastanie bei mangelnder Selbstkritik eingesetzt werden. Traditionell tragen die nummerierten Essenzen englische Namen und sind folgenden Einsatzgebieten zugeordnet:

1. Agrimony (authentischer), 2. Aspen (zuversichtlicher), 3. Beech (toleranter), 4. Centaury (durchsetzungsfähiger), 5. Cerato (intuitiver), 6. Cherry Plum (gelassener), 7. Chestnut Bud (lernfähiger), 8. Chicory (bedingungslos liebevoll), 9. Clematis (realistischer), 10. Crab Apple (reinigen), 11. Elm (verantwortungsbewusster), 12. Gentian (ermutigen), 13. Gorse (hoffnungsvoller), 14. Heather (zentrierter), 15. Holly (sanfter und liebevoller), 16. Honeysuckle (achtsamer), 17. Hornbeam (kräftigen), 18. Impatiens (geduldiger), 19. Larch (selbstwertsteigernd), 20. Mimulus (mutiger), 21. Mustard (stimmungsaufhellend), 22. Oak (vernünftige Ausdauer entwickeln), 23. Olive (regenerierend), 24. Pine (Selbstakzeptanz steigern), 25. Red Chestnut (eigenständiger), 26. Rock Rose (innerlich ruhig), 27. Rock Water (flexibel), 28. Scleranthus (ausgeglichen), 29. Star of Bethlehem (befreit), 30. Sweet Chestnut (Selbstfindung), 31. Vervain (überlegtes Handeln), 32. Vine (anpassungsfähiger), 33. Walnut (veränderungswillig), 34. Water Violet (kommunikativer), 35. White Chestnut (ruhiger), 36. Wild Oat (beruflich klarer), 37. Wild Rose (lebendiger), 38. Willow (eigenverantwortlicher).

Zusätzlich zu den 38 Essenzen hat Bach ein Komplexmittel aus fünf Bachblüten zusammengestellt (6, 9, 18, 26, 29), die sogenannten Notfalltropfen (Rescue remedies, Nummer 39), die eine seelische Erholung bewirken sollen. Die einzelnen Blüten werden heute noch an den ehemals von Bach festgesetzten Standorten gesammelt und nach den von Bach beschriebenen Potenzierungsmethoden verarbeitet. Bei der Sonnenmethode werden die Blüten für etwa drei bis vier Stunden in eine mit Wasser gefüllte Schale gelegt und diese in die Sonne gestellt, bei der Kochmethode werden die Pflanzenteile eine halbe Stunde in Wasser erhitzt. Die letztere Methode wird für holziges Pflanzenmaterial oder bei Pflanzen, die zu einer sonnenarmen Jahreszeit blühen, angewendet. Laut Bach geben die Pflanzen ihre Schwingungen als heilende Energie an das Wasser ab. Das Wasser wird anschließend mit einem gleich großen Anteil Alkohol als Konservierungsmittel versetzt. Diese Urtinktur wird ähnlich wie in der Homöopathie weiter verdünnt, um die eigentlichen Blütenessenzen herzustellen.

Kritische Diskussion

Aus naturwissenschaftlicher und medizinischer Sicht gelten Bach-Blütenessenzen als unwirksam, denn schon aufgrund der starken Verdünnung ist weder Wirkung noch Nebenwirkung zu erwarten. Es konnte auch in der Praxis nicht nachgewiesen werden, dass die Wirksamkeit von Bachblütenessenzen die von Placebos übersteigt. Die zum Teil beobachtbare Wirkung soll auf Erwartungshaltung, Suggestion und Autosuggestion beruhen. Bach führt alle Leiden und Krankheiten auf nur 38 Gemütszustände zurück, eine Annahme, die willkürlich und unbegründet scheint. Der moralisierende Charakter dieses esoterischen Konzeptes kann seelischen Druck auf Erkrankte ausüben, da das eigene, persönliche Verhalten letztlich als ursächlich für Krankheiten angesehen wird. Im Gegenteil gilt es als allgemein akzeptiert und medizinisch belegbar, daß die meisten Krankheiten auf Mikroorganismen, schädlichen Substanzen, genetischen Defekten oder mechanischen Einwirkungen beruhen.
Reiki

Reiki ( reiki ryōhō = „Usui-Geisteskraft-Behandlung”) ist eine Technik der Esoterik, die Anfang des 20. Jahrhunderts von Mikao Usui in Japan entwickelt bzw. entdeckt wurde. Die Wirksamkeit der Praktiken ist nicht belegt. Der Begriff Reiki stammt von den japanischen Worten rei (Kosmos/Universum) und ki (Lebensenergie). Andere Übersetzungen sind "Universale Lebensenergie" oder "Schöpferische/Heilende Kraft des Universums". Reiki ist dem Begriff der Energie ähnlich, der z. B. in Indien Prana bzw. in China Qi genannt wird.

Beschriebene Eigenschaften und Wirkungen

Als Ziel von Reiki wird eine sogenannte ganzheitliche körperliche und seelische Heilung angegeben. Bei der Anwendung von Reiki soll durch den Praktizierenden eine "Verbindung" zwischen einer angenommenen "universellen Energie" und dem Empfangenden hergestellt werden. Nicht der Praktizierende gebe Reiki, er stelle sich als Kanal zur Verfügung, so die Anhänger dieser Methode. Reiki soll beim Empfänger ganz von alleine dorthin fliessen, wo es benötigt werde. Laut Praktizierenden verhilft es dem Empfangenden zu einer tiefen Entspannung. Es soll die Selbstheilungskräfte des Körpers stärken und beispielsweise helfen, eine Krankheit schneller zu überwinden. Als Unterschied zu anderen sog. "Energiemethoden" wird hervorgehoben, dass Reiki von Disharmonie automatisch angezogen werde, dass es unabhängig von Glauben oder geistigen Fähigkeiten wirke, dass es keine Diagnose erfordere, dass es nicht manipulativ eingesetzt werden könne und dass es nach den Einweihungen ohne Training ein Leben lang verfügbar sei.

Entstehungsgeschichte

Die Legende besagt, dass der Gründer Mikao Usui als Lehrer an einem buddhistischen Kloster in Japan seinen Schülern die Wunder Christi erklärte. Seine Schüler wollten Jesu Heilkräfte genauer verstehen. Usui begab sich auf die Suche. Er studierte Bücher und Schriften über Heilkunde in der ganzen Welt. Nachdem er mit seinen Ermittlungen fast abgeschlossen und immer noch nichts Passendes gefunden hatte, begab er sich 1922 zum Fasten auf einen heiligen Berg in der Nähe Kyotos. In der Nacht zum einundzwanzigsten Tag habe er am Himmel ein helles Licht gesehen, das ihn einhüllte. Am darauffolgenden Morgen stieß er seinen Fuß an einem Stein, dass er blutete. Als er aber seine Hände auf die Wunde legte, sei die Blutung gestillt worden. Am gleichen Tag habe Usui erfolgreich die Zahnschmerzen einer Frau behandelt. Seitdem wird Reiki von Lehrer zu Schüler durch Initiation (man unterscheidet verschiedene Grade) weitergegeben und nur mündlich überliefert. Es wird vermutet, dass über 99% der heute Reiki Praktizierenden aus der Linie Usui-Hayashi-Takata stammen. Die Verbreitung von Reiki im Westen geht insbesondere auf Frau Takata zurück, die die einzige Reiki-Meisterin (Meister heißt hier „Lehrbefähigter”, s. u.) im Westen war, bis sie gegen Ende ihres Lebens 22 weitere Meister ausbildete. Die tatsächliche Herkunft von Usuis System ist ungeklärt, nur wenige unabhängige Dokumente existieren über die Ursprünge und Einflüsse. Es gibt jedoch oberflächliche Ähnlichkeiten zum chinesischen Taoismus und zu buddhistischen Philosophien bei Form und Namen der Reikisymbole. Die Reikilehre beinhaltet jedoch nicht die essentielle buddhistische Lehre der Drei Daseinsmerkmale (dukkha, anicca, anatta) und kann daher nicht als solche gelten. Ob Reiki nun tatsächlich durch übernatürliche Eingebung empfangen, wiederentdeckt oder aus verschiedenen Ursprüngen von Usui und seinen Anhängern zusammengestellt wurde, kann aufgrund der mangelnden Dokumentation nicht endgültig geklärt werden.

Die Reiki-Grade

Traditionell gibt es im Reiki drei Grade, die nachfolgend beschrieben werden. Mittlerweile haben sich allerdings auch Schulen entwickelt, die diese weiter aufgeteilt oder mit anderen Systemen vermischt haben. Bei Abänderungen des Systems kann man möglicherweise nicht mehr von Reiki sprechen. Usui selbst hat sein Reiki-System als in sich geschlossen und vollständig bezeichnet. Reiki basiert auf Energieübertragungen ähnlich dem Kriya-Yoga, sogenannten Einstimmungen oder Initiationen. Durch die Einstimmungen soll der in jedem Menschen natürlich vorhandene Reiki-Kanal von Blockaden gereinigt und somit die Möglichkeit geschaffen werden, Reiki durch die Hände weiterzugeben. Mit Ausnahme der Meisterausbildung werden die verschiedenen Reikigrade gewöhnlich in Wochenendseminaren unterrichtet.

Der erste Grad

Der wesentliche Teil des ersten Grades sind traditionell vier Einweihungen, mit denen dem Studenten Reiki sofort und für das ganze Leben zur Verfügung stehen soll. Dieser soll dann sich selbst sowie andere Menschen, Tiere und Pflanzen über seine Hände direkt mit Reiki behandeln können. Für die tägliche Selbstbehandlung (empfohlen) wird eine bestimmte Abfolge von Handpositionen gelehrt. Des Weiteren werden bei der ersten Initiationsstufe die Geschichte des Reiki erzählt und die sogenannten fünf Lebensregeln weitergegeben.

Der zweite Grad

Beim zweiten Grad bekommt der Student eine weitere Einweihung und lernt die 3 Reikisymbole (Kraftsymbol, Harmoniesymbol, Verbindungssymbol). Damit soll es ermöglicht werden, jedes beliebige Energiefeld über Zeit und Raum hinweg mit Reiki zu behandeln, z. B. Konzepte, die Wirkung vergangener Ereignisse oder ein Mensch an einem entfernten Ort. Ein Student wird damit kein besserer Praktizierender sondern verfügt lediglich über mehr Anwendungsmöglichkeiten. Die tägliche Selbstbehandlung wird auf allen Stufen als Grundstein zur persönlichen Weiterentwicklung angesehen. Eine wichtige Voraussetzung für den 2. Grad ist deshalb auch eine längere Praxis mit dem 1. Grad.
Der dritte Grad (Meistergrad)

Der Dritte Grad wird heute oft in zwei Teile unterteilt (die Meistereinweihung für das persönliche Wachstum und die Ausbildung zum Lehrer), ursprünglich handelte es sich nur um einen Grad. Der Meister-/Lehrergrad befähigt dazu, andere Menschen in Reiki zu initiieren und Reiki zu unterrichten. Die Ausbildung zum Lehrer nimmt gewöhnlich ein bis zwei Jahre in Anspruch, um angemessene didaktische Fähigkeiten zu entwickeln und in die Aufgabe der Reiki-Meisterschaft hineinzuwachsen.

Kritik

Die Existenz der universellen und heilenden Energie Reiki ist medizinisch und naturwissenschaftlich nicht nachgewiesen. Es gab zwar statistische Untersuchungen, die die Wirksamkeit von Reiki zu belegen schienen. Allerdings mussten bei diesen methodische Schwächen eingeräumt werden. Reikibefürworter führen vor allem einzelne Fallbeispiele an, in denen von Heilungserfolgen berichtet wird. Eine Untersuchung solcher Einzelfälle ist aber ohne Wiederholungsmöglichkeit oder Doppelblindversuche unter kontrollierten Bedingungen nicht möglich. Selbst unter Reiki-Lehrern wird Reiki nicht als Ersatz, sondern als Zusatz zur Behandlung gesundheitlicher Probleme angesehen. Von einer ausschließlichen Behandlung einer ernsthaften oder gar lebensbedrohlichen Erkrankung mittels Reiki ist daher abzuraten.

Kosten

Da es für Reiki-Anwendungen und -Ausbildungen keine feste Gebührenordnung gibt, können die Kosten dafür je nach Anbieter und Art der Ausbildung variieren. Unter Umständen wird Reiki auch kostenlos weitergegeben. Der marktübliche Preis einer Reiki-Anwendung liegt in etwa bei dem einer herkömmlichen Massage. Traditionell sollten Reiki-Seminare im Bereich Wochenlohn/Monatslohn/Jahreslohn für den 1./2./3. Grad kosten, was historisch zu den 10.000 US$ für den Reiker-Meister führte. Die Meister der Reiki Alliance verlangen nach Statut für Reiki 1 150 US$ für Reiki 2 500 US$ und für Reiki 3 10.000 US$. Da Reiki einen Nachweis über seine Wirksamkeit insgesamt vollständig schuldig bleibt, kann naturgemäß auch keine Aussage über die Unterschiede der verschiedenen Reiki-Schulen und -Anbieter untereinander getroffen werden.

Heilstein

Heilsteine sind anorganische oder fossile Substanzen, vor allem Minerale, die bei Krankheiten angeblich eine heilende Wirkung haben oder das Befinden verbessern sollen. Diese Effekte sollen durch Auflegen auf betroffene Körperteile oder das kurz- oder langfristige Tragen als Schmuck erzielt werden können. Eine tatsächliche Wirksamkeit die über einen Placeboeffekt hinausginge, ist nicht nachgewiesen. Esoteriker, die daran glauben, gehen davon aus, dass eine nicht objektiv messbare elektromagnetische Umgebungsstrahlung (Qi, Bioplasma) an den Kristallgittern gebündelt oder gestreut bzw. eine andere Polarisationsebene erhalte und somit eine andere Wirkung auf den Körper hat. Allerdings besitzen nicht alle Heilsteine ein für diese Effekte notwendiges Kristallgitter und Angaben zur Frequenz oder Wellenlänge der angeführten Strahlung fehlen bislang. Die erste schriftliche Erwähnung über die Verwendung von Heilsteinen findet sich bei Aristoteles, wobei auch eine Verwendung in früheren Kulturen wie dem antiken Ägypten vermutet wird. Im angehenden Mittelalter nahmen sich Geistliche wie Marbod von Rennes oder Hildegard von Bingen dem Thema erneut an. Im Zusammenhang mit der New Age-Welle hat sich der Glaube an Heilsteine in unserer heutigen Zeit in der Bevölkerung weit verbreitet.

Kritik

Heilsteinverkaufsautomat am Ostseestrand vergrößern Heilsteinverkaufsautomat am Ostseestrand Eine Heilkraft von Heilsteinen ist nicht nachgewiesen. Möglich ist jedoch eine durch das Anwenden der Steine gesteigerte Selbstheilung des menschlichen Körpers durch Selbstsuggestion, ähnlich dem Placebo-Effekt. Gerade die fehlende wissenschaftliche Basis wird von einigen Heilstein-Anhängern und -Verkäufern gerne als Begründung für die Wirksamkeit von Heilsteinen herangezogen, indem allgemeine unterschwellige Ängste, Unkenntnis und Vorurteile gegen die sachliche und wissenschaftliche Betrachtung der Natur genutzt werden. Die unterstellte Heilkraft von Heilsteinen wird als Phänomen beschrieben, das sich der „beschränkten“, „einseitigen“ oder „herkömmlichen“ wissenschaftlichen Betrachtungsweise entziehe und für deren Verständnis es einer „besonderen“ Sensibilität bedürfe. Ausgehend von dieser Position lassen sich Heilsteine hervorragend vermarkten. Ein weiterer wesentlicher Antrieb für die aktuelle Popularität ist die Hoffnung der Menschen auf Heilung von Krankheiten, für die in der Medizin keine Lösung gefunden werden kann. Solange man nicht auf die Schulmedizin verzichtet, richten Heilsteine allerdings auch keinen Schaden an. In der Tat ist der Verkauf von Heilsteinen aufgrund der großen Nachfrage mittlerweile auch für Teleshopping-Fernsehsender interessant, die auf einen Massenmarkt zielen. Häufig ist die Spanne zwischen Materialwert und Verkaufspreis sehr groß. Der Aufpreis wird oft dadurch gerechtfertigt, dass sich als Heilsteine nur unbehandelte Steine eignen sollen, während die Steine, die für normalen Schmuck oder als Dekoration genutzt werden, durch Bestrahlung optisch und strukturell verändert wurden. Es werden auch Heilsteine angeboten, die aus einer Mischung von Farbe, Gesteinsmehl und Kunstharzen (z.B. Polyresin) bestehen. Diese sind auf den ersten Blick durch den Laien kaum vom Original zu unterscheiden. Ihren Einzug in den Markt fanden diese Produkte auch als billige Schmucksteine für Modeschmuck.

Radiästhesie

Radiästhesie (lat. radius, »Strahl«, griech. aisthanomai, »empfinden«) bedeutet Strahlenfühligkeit oder Strahlenempfindlichkeit. Geprägt wurde der Begriff 1930 durch den Geistlichen Abbé Mermet L. Bouly. Der Geistliche verfasste ein Buch darüber, das 1935 unter dem Titel Grundlagen und Praxis der Radiästhesie erschien. Die Radiästhesie ist eine seit dem 18. Jahrhundert bekannte Pseudowissenschaft, die sich mit der Untersuchung wissenschaftlich nicht belegter "geopathogener" Störzonen wie Wasseradern und Erdstrahlen mittels Wünschelruten und Pendeln beschäftigt. Diese traditionellen Methoden werden heute durch moderne Verfahren zur Messung elektromagnetischer und ionisierender Strahlung ergänzt (Szintillationszähler zur Messung der Erdstrahlung und 3D-Magnetometern zur Messung des Erdmagnetfeldes).

Die Radiästhesie untersucht im Rahmen ihrer Möglichkeiten:

* elektromagnetische Felder
* Gitternetze unbekannter Art der Erde (z.B. Hartmann-Netz, Curry-Netz)
* radiästhetisch relevante Lagerstätten
* geologische Verwerfungszonen mit erhöhter ionisierender Strahlung
* Wasseradern

Kritik

Die Radiästhesie wird von Naturwissenschaftlern abgelehnt, unter anderem aufgrund ihrer geringen Trefferquote unter wissenschaftlichen Bedingungen. Im Doppelblindversuch durchgeführte Untersuchungen zeigten seit Beginn der Diskussionen um Radiästhesie, dass die Ergebnisse von Rutengängern im Durchschnitt nicht über Zufallsergebnissen liegen.

Numerologie

Unter Numerologie bzw. Zahlenmystik versteht man die Überzeugung, dass Zahlen und Kombinationen aus Zahlen außer ihrer mathematischen Funktion eine weitere Bedeutung zukommt. Aus mathematisch-naturwissenschaftlicher Sicht gilt die Numerologie weithin als Pseudowissenschaft, denn zu den oft verblüffenden Ergebnissen, die sich aus Verknüpfungen von Personen und Ereignissen mit mystischen Zahlen ergeben, führt die einfache Tatsache, dass im Verlauf der menschlichen Geschichte sehr viele solcher Verknüpfungen von Zahlen mit Ereignissen, Gegenständen, Menschen und was sonst noch vorstellbar ist, entstanden sind. Darum ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass man zu jeder beliebigen und nicht all zu großen Zahl Bemerkenswertes zusammentragen kann. Wenn nun alles zu einer Verknüpfung zwischen Ereignissen und Zahlen passende herausgegriffen und alles nicht passende ignoriert wird, entsteht der Eindruck, dass diesen Zahlen eine besondere Bedeutung zukäme. So kann zum Beispiel bei der Anwendung der Numerologie aus dem eigenen Namen eine bestimmte Bedeutung herausgelesen werden. Auf die Spitze trieb Cornelis de Jager, ein holländischer Wissenschaftler, die Zahlenspiele, indem er aus den Maßen eines holländischen Damenfahrrads (Radosophie) allerlei Konstanten aus der Physik und Astronomie errechnete. (siehe auch Video unten "Was ist Radosophie") Als Grundlage der Numerologie können u. a. zahlreiche aus der Natur abgeleitete kulturelle oder religiöse Bedeutungen von Zahlen betrachtet werden, z. B. die sieben Tage der Woche (aus den Mondphasen abgeleitet) oder die zwölf Monate von den 12 Sternbildern des Tierkreises. Die Zahl zehn hat für den Menschen schon aufgrund der Anzahl der Finger eine grundsätzliche Bedeutung.
Griechische Zahlensymbolik
Schon Pythagoras formulierte Gedanken zur Numerologie.

* eins: Gott, Sonne, Mann - Grundlage aller Zahlen
* zwei: Teufel, Mond, Frau - steht für weibliche Eigenschaften
* drei: Trinität, Versöhnung von Gegensätzen, Gott Jupiter
* vier: Materie, Gott Uranus
* fünf: Sinnlichkeit, Männlichkeit, Sexualität, Gott Merkur
* sechs: Ehe, Harmonie, Göttin Venus
* sieben: Geburt, Tod, Magie, Gott Neptun
* acht: materielle Welt, Gerechtigkeit, Gott Saturn
* neun: Geist, Gott Mars

Biblische Zahlensymbolik

In der Bibel wird den Zahlen 1, 2, 3, 4, 6, 7, 8, 10, 12 und ihren Vielfachen besondere Bedeutung zugeschrieben. Neben dem reinen numerischen Wert, vermitteln sie oft eine unterlegte Botschaft:

* eins: Einzigartigkeit, z. B. in Bezug auf Gott (5. Mose 6,4), Einmaligkeit (Jesaja 42,8), Einigkeit (Johannes 10,30; 17,21; Galater 3,28), z.B. auch in der Ehe (1. Mose 2,24; Matthäus 19,6; Epheser 5,28-32)
* zwei: Bei Rechtsbestimmungen zwei Zeugen zur Bekräftigung (5. Mose 17,6; 19,15; Matthäus 18,16; Johannes 8,17f; 2. Korinther 13,1; 1. Timotheus 5,19; Hebräer 10,28). Wiederholung zur Erhöhung des Wahrheitsgehalts (1. Mose 41,32; Matthäus 8,28; 9,27; 20,30).
* drei: Höhere Eindringlichkeit als bei Zwei. Im Sinne von "ganz bestimmt, sicherlich" (Prediger 4,12; Matthäus 26,34;26,75; Johannes 21,15-17). Jesus wird nach drei Tagen auferstehen (Markus 8,31). Zur Unterstreichung werden Aussagen dreimal wiederholt (Jesaja 6,3; Offenbarung 4,8; 8,13). In nachbiblischer Zeit auch auf die Trinität aus Gott dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist angewendet.
* vier: In alle oder von allen vier Himmelsrichtungen. Den "ganzen" Erdkreis betreffend (Matthäus 24,31; Offenbarung 7,1). Anzahl der Evangelien im Neuen Testament.
* sechs: Deutet auf Unvollkommenheit und Unzulänglichkeit hin. Typisch für diese "gefallene" Welt und Zeit (2. Mose 21,2; 4. Mose 35,15). Zahl des gegen Gott und sein Volk rebellierenden Menschen (2. Samuel 21 und 22).
* sieben: Vollkommenheit, Vollständigkeit, nach der Weisheit Gottes. Schöpfungswoche mit dem siebten Tag als besonderem Ruhetag Sabbat = Samstag. Das Fest der ungesäuerten Brote und das Laubhüttenfest dauerten je sieben Tage (2. Mose 34,18; 3. Mose 23,34). Außerdem: die sieben Bitten des Vaterunsers, die sieben Freuden der Mariä, die sieben Gaben des Heiligen Geistes, die sieben Worte Christi am Kreuz, die sieben Todsünden, die sieben Sakramente.
* acht: Ein Neuanfang wird gemacht. Acht Menschen werden mit der Arche gerettet (1. Petrus 3,20). Am achten Tag wird beschnitten (3. Mose 12,3). Am achten Tag nach Beginn der Monatsblutung gilt die verheiratete, jüdische Frau wieder als rein (3. Mose 15). Das Chanukka-Fest (Tempelweihe genannt in Johannes 10,22) dauert acht Tage.
* neun: Nicht speziell in der Bibel belegt. Allenfalls als 3 x 3. Zum Beispiel in der Zahl hundertdreiundfünfzig.
* zehn: Repräsentiert alle. Gebote, Plagen (2. Mose 10f), Aussätzige (Lukas 17), Jungfrauen (Matthäus 25), etc.
* zwölf (zwölf Stämme Israels): Setzt sich zusammen aus 3x4. Die Drei steht für "sicherlich, gewiss". Die Vier steht für "in alle Himmelsrichtungen", das "ganze Land", der "ganze Erdkreis". 3x4=12: Die Nachkommen Jakobs werden ganz gewiss das ganze Land füllen (vgl. 1. Mose 28,13-14). Manche Aussagen der Bibel leiten sich von diesen 12 Stämmen ab: 12 Apostel Jesu, die Zahl 144'000 (Offenbarung 7), etc.
* dreizehn: Nicht in der Bibel belegt. Teuflische Zahl, entstanden aus der Störung der Zahl zwölf, die das göttliche Gleichgewicht darstellt. Im Mittelalter eine Glückszahl, auf Grund der Anzahl der Jünger einschließlich Jesus:12+1. Zahl der Vollkommenheit.
* vierzig: Neben dem numerischen Zahlenwert im Sinne von "viele" bzw. eine "größere, unbestimmte" Anzahl. 40 Söhne (Richter 12,14). 40 Jahre in der Wüste nach dem Auszug aus Ägypten. Das Land hatte 40 Jahre Ruhe (Richter 3,11;5,31;8,28). 40 Tage Versuchung Jesu in der Wüste. Vierzig Tage sind oft eine spezielle Vorbereitungszeit für Menschen: Mose war 40 Tage auf dem Berg (2. Mose 24,18), Elia war 40 Tage unterwegs, um Gott am Horeb zu begegnen (1. Könige 19,8), Jona verkündigte den Bewohnern von Ninive eine 40-Tage-Frist (Jona 3,4), Jesus zeigte sich nach der Auferstehung vierzig Tage seinen Jüngern (Apostelgeschichte 1,3). Meist ist die Vierzig der numerische Wert für eine Anbahnungs- oder Läuterungszeit bis ein konkretes göttliches Wirken auftritt, sie dient aber auch als Merkmal für eine von Gott gewährte Gnade.
* fünfzig: So wie die Zahl acht auf sieben folgt, so folgt die Zahl fünfzig auf sieben mal sieben. Die Zahl acht hat die unterlegte Botschaft: Etwas Neues bricht an, ein Neuanfang wird gemacht. So unterstreicht auch die Zahl fünfzig in bestimmten Fällen den Beginn eines neuen Abschnittes. Das hebr.-jüdische Jobeljahr (Jubeljahr): Jedes fünfzigste Jahr soll die Freilassung für alle Bewohner des Landes ausgerufen werden (3. Mose 25,10). Fünfzig Tage nach dem Auszug aus Ägypten erhielten die Israeliten die 10 Gebote, und sie erneuerten den Bund mit Gott. Daran erinnert das Schawuot-Fest. Ebenfalls an einem Schawuot-Fest (Pfingsten) wurde der Heilige Geist ausgegossen. Dieses Ereignis markierte den Beginn der Mission der Apostel (Apostelgeschichte 2).
* siebzig: Die Zahl 70 ist das Ergebnis der Multiplikation der Zahlen 7 und 10. Die 7 steht für Gottes Ratschluss, Weisheit. Die 10 repräsentiert "alle dieser Zeit und Welt". Die Zahl siebzig repräsentiert somit - neben dem numerischen Wert - alle nach Gottes Weisheit und Ratschluss. Nach hebr.-jüd. Tradition gibt es 70 Völker (1. Mose 10); dementsprechend sandte Jesus 70 Jünger aus (Lukas 10,1). Alle Seelen des Hauses Jakob, die nach Ägypten kamen, waren 70 (1. Mose 46,27). Mose setzte 70 Älteste ein (4. Mose 11,16). Der Sanhedrin umfasste 70 Ratsmitglieder plus den Vorsitzenden.
* hundertzwanzig: Neben dem numerischen Wert vermittelt die Zahl 120 oft die unterlegte Bedeutung: ganz gewiss, ohne Zweifel eine grosse Anzahl, jedoch endlich. Die Zahl liest sich in diesen Fällen als Produkt der Zahlen 3 (ganz gewiss) und 40 (eine grosse Anzahl, Menge). Beispiele: 120 Jahre (1. Mose 6,3), 120 Schekel Gold (4. Mose 7,86), 120 Talente Gold (1. Könige 9,14; 10,10), 120 Priester (2. Chronik 5,12), 120 Satrapen (Daniel 6,2), 120 Menschen (Apostelgeschichte 1,15). Das Menschenalter sei ganz gewiss eine grosse Anzahl Jahre, aber endlich (3x40=120 Jahre) (1. Mose 6,3). Mose wurde 3x40 Jahre alt (5. Mose 31,2).
* hundertdreiundfünfzig: Gesamtzahl der Fische im Netz nach Johannes 21,11. Sie repräsentiert wahrscheinlich die Menge der Von-oben-geborenen Menschen im Reiche Christi. Die Zahl könnte verstanden werden als (3x3) mal (10+7). Die Zahl drei steht für ganz gewiss, ohne Zweifel; zur Unterstreichung zweimal aufgeführt. Die Zehn repräsentiert alle. Die Zahl sieben steht für Vollständigkeit, Gottes Weisheit und Ratschluss. Andere Deutungen siehe unter hundertdreiundfünfzig.
* sechshundertsechsundsechzig: Die Zahl sechs steht für den gegen Gott rebellierenden Menschen in dieser Zeit und Welt (2. Samuel 21 und 22). In der Zahl 666 nach Offenbarung 13,18 ist die Zahl 6 in dreifacher Steigerung enthalten. Der Text betont, es sei eines Menschen Zahl. Die dreimalige Erwähnung der Zahl 6 will sagen: ohne Zweifel der absolute Gegner Gottes und seines Gesalbten. (Hinweis: Es gibt jedoch auch andere Erklärungsansätze zur Zahl 666).
* 1'000: Neben dem numerischen Wert vermittelt die Zahl die Botschaft "ganz gewiss alle in dieser Zeit und Welt". Die Zahl ist die Multiplikation von 10x10x10. Der Faktor Zehn repräsentiert "alle dieser Zeit und Welt". Das dreimalige Auftreten des Faktors zehn bedeutet: ganz gewiss, ohne jeden Zweifel. Beispiele: ein Tag versus 1000 Jahre (Psalm 90,4;2. Petrus 3,8); das Tausendjährige Friedensreich (Offenbarung 20).
* 144'000: Die Anzahl der "versiegelten" Israeliten in der Offenbarung. Setzt sich zusammen aus (3x4) x 12 x (10x10x10). Will unterstreichen: 3 = ganz gewiss; 4 = vom ganzen Erdkreis; 12 = alle erwählten Stämme; 10x10x10 = ganz gewiss alle, die das Kriterium für die Erwählung erfüllen.

Teils scheinen diese Zahlen nachträglich, an- bzw. eingepasst worden zu sein. Die unterlegte Botschaft dieser Zahlen bekräftigt die Aussagen der jeweiligen Texte und Erzählungen. Siehe insbesondere das Buch Daniel und die Offenbarung des Johannes.

Babylonische Zahlensymbolik

Für altorientalische Religionen wie z. B. in Babylon haben Zahlen eine mystische Bedeutung. Bestimmte Zahlen entsprechen dem Einfluss der Gestirne und 

 

Konstellationen

* eins: Ist das Zeichen für Einheit.
* zwei: Ist das Zeichen für die Zweiteilung des Weltalls, oben und unten; auch Mond und Sonne, Winter und Sommer wurden damit in Verbindung gebracht.
* drei: Entspringt der Dreiteilung des Kosmos in drei Sphären der Fixsterne; ebenso Dreiteilung des irdischen Alls in Lufthimmel, Erde und Ozean. Auch die Trias Vater, Mutter, Sohn (Ea, Damkina, Marduk) lässt sich damit in Verbindung bringen.
* vier: Die vier Weltecken, vier Weltrichtungen, vier Winde, vier Jahreszeiten, vier Phasen des Mondes usw. stehen in damit in Zusammenhang.
* fünf: Das mystische Pentagramm entstand durch Hinzuziehen der Venus als 5. Dimension zu den Planeten der vier Weltecken. Die Woche von fünf Tagen, die kosmischen Türme von fünf Stufen sind zu identifizieren.
* sechs: Zahl des Hadad. Sechs Doppelmonate, sechs Weltalter zuweilen wird das Sonnenrad mit sechs Strahlen dargestellt.
* sieben: Zahl der Gestirne (Sonne, Mond, Planeten Merkur-Jupiter), sieben kosmische Türme mit sieben Stufen, sieben Locken des Gilgamesch, sieben Zweige des Lebensbaums, sieben Plejaden, sieben Hauptsterne am großen Himmelswagen, sieben Namen des Mars, sieben Wochentage mit Hervorhebung des 7. als Unglückstag. Sieben Tage steigt die babylonische Flut, sieben Tage fällt die Flut, sieben Sühneriten, Schlange mit sieben Köpfen oder sieben Zungen. Sieben Tore hat die Unterwelt in der Höllenfahrt der Ištar.
* acht: Ist die Zahl der Ištar-Venus. Sie wird durch ein 8-strahliges Zeichen dargestellt, verdreifacht bedeutet das Zeichen "Stern". Acht Richtungen der Windrose, acht Speichen des Glücksrades, acht Tore hat ein Bauwerk Sanheribs.
* neun: Hervorgehoben in bestimmten Kalendersystemen, zerlegt in 3 x 3; multipliziert mit 3 ergibt den Tag, an dem sich Mond und Sonne die Bestimmung teilen (27).
* zehn: Zahl des Marduk.
* elf: Die elf Strahlen Marduks, elfsaitige Harfe aus Telloh.
* zwölf: Zahl des Nergal. Grundlage des Duodezimalsystems (5 + 7; 5 x 12). Der zwölfjährige Umlauf des Jupiter, Zwölfteilung des Tierkreises, 12 Doppelstunden für den Tag. 12 Schaubrote in den Ritualtafeln, bisweilen auch die Zahl des babylonischen Olymp.
* dreizehn: Die 13 gehört zur Zwölf. Galt als Glückszahl durch (12 + 1) Götterpaare.
* vierzehn: Zahl der bösen Dämonen. Verdoppelung der Sieben. Vierzehn Tore hat die Unterwelt in der Legende, vierzehn Nothelfer begleiten Nergal in die Unterwelt.
* fünfzehn: Zahl der Ištar. Ruhetag im Mondlauf, Vollmondstag, Nebukadnezar baut in 15 Tagen seinen Palast. Niniveh, Stadt der Ištar hat 15 Tore.
* fünfzig: 50 Ehrennamen des Marduk, 50 Tempel.
* siebzig: Zahl des vollendeten Kreislaufs. * zweiundsiebzig: 72 Älteste; Sonnenrechnung (5 x 72 = 360); Präzessionszahl (in 72 Jahren wandert der Frühlingspunkt um 1 Grad).
* dreihundertsechzig: Rundzahl des Jahres. 30 x 12 Brote aus Weizenmehl werden beim Tempelbau-Ritus aufgelegt.

Chinesische Zahlensymbolik

Eine zentrale Rolle spielt(e) die Numerologie auch im alten wie modernen China. Von besonderer Bedeutung sind etwa die 3 als Grundlage zahlreicher Triaden, die fünf, die acht, sowie schließlich die 12 als Determinante des Kalenders wie des Tierkreises.
Numerologie nach Reichstein

Herbert Reichstein ist der Begründer der klassischen Numerologie /1/ im deutschen Sprachraum. Seine Umrechnungsmethode der 26 Buchstaben des lateinischen Alphabets basiert auf deren Zuordnung zu den 22 Buchstaben des hebräischen Alphabets.
Alphabet-Zahlenschlüssel /2/:
A, Ä = 1 ; hebr.: Aleph
B = 2 ; hebr.: Beth (Beis)
C = 11 ; hebr.: Caph (Kaf)
D = 4 ; hebr.: Daleth
E = 5 ; hebr.: He (Hei)
F = 17 ; hebr.: Phe (Pe)
G = 3 ; hebr.: Ghimel (Gimel)
H, CH = 8 ; hebr.: Chet (Cheth)
I, J = 10 ; hebr.: Jod (Jut)
K = 11 ; hebr.: Caph (Kaf)
L = 12 ; hebr.: Lamed
M = 13 ; hebr.: Mem
N = 14 ; hebr.: Nun
O, Ö = 16 ; hebr.: Hain (Ajin)
P, PH = 17 ; hebr.: Phe (Pe)
Q = 19 ; hebr.: Coph (Koph)
R = 20 ; hebr.: Resch
S = 21 ; hebr.: Shin
SCH, SH = 18 ; hebr.: Tsade (Zade)
T = 9 ; hebr.: Theth (Tet)
TH = 22 ; hebr.: Thau (Taw)
TS, TZ = 18 ; hebr.: Tsade (Zade)
U, Ü, V, W = 6 ; hebr.: Vau (Vav)
X = 15 ; hebr.: Samech (Sameck)
Y = 10 ; hebr.: Jod (Jut)
Z = 7 ; hebr.: Zain (Zayin)


Nach Herbert Reichstein haben die Zahlen 1 bis 22 folgende Bedeutung /2/:
1 = Wille
2 = Wissen
3 = Ehe, Gemeinschaft
4 = Tat
5 = Religion, Heilung
6 = Versuch (Sex)
7 = Sieg
8 = Gerechtigkeit
9 = Weisheit
10 = Wechsel des Glücks
11 = Spirituale Macht
12 = Opferung, Sühne
13 = Transformation
14 = Aktivität, Selbstzucht
15 = Wirkungskraft (Magie)
16 = Probleme, Katastrophen
17 = Wahrheit, Glaube, Hoffnung
18 = Falschheit, Krankheit
19 = Harmonie, Freunde
20 = Erwachen, Wiedergeburt
21 = Erfolg
22 = Illusion, Misserfolge
Zahlen im Märchen

In Märchen werden Zahlen als Symbole mit einer magischen Bedeutung dargestellt. Die Zahlen 3, 7 und 13 haben besonders hervorgehobene Bedeutungen, da sie den Hauptfiguren Glück oder Pech bringen. So ist zum Beispiel in dem Märchen Aschenbrödel von drei Haselnüssen die Rede, denen die Heldin letztendlich ihr Glück verdankt.
Weiteres

Im ostasiatischen Raum herrscht eine ganz eigene Interpretation, die z.B. in die dortige ganzheitliche Baubiologie gemäß der Feng-Shui-Lehre eingeflossen ist. Verwandte Themen sind hier unter anderem die auf Yin und Yang basierende Sichtweise der Welt. Auch die Chinesen messen Zahlen eine große Bedeutung zu. Zum Beispiel ist hier die "4" (chin. 四, sì) die Unglückszahl, weil sie im Chinesischen ähnlich wie "Sterben" und "Tod" (chin. 死, sǐ) klingt. "8" (chin. 八, bā) ist durch eine Lautähnlichkeit (zu chin. 发, fā) die Glückszahl. Einige Verschwörungstheoretiker messen Zahlen eine große Bedeutung zu – siehe Dreiundzwanzig. In den USA wird auch heute noch vermieden ein 13tes Stockwerk zu benennen. Stattdessen wird es z.B. mit 12A beziffert oder gleich das 14. daraus gemacht. Ähnlich ist es auch in Flugzeugen oder auf Kreuzfahrtschiffen, wo es ebenfalls keine 13. Sitzreihe bzw. 13. Deck gibt. Auch in Krankenhäusern wird auf ein Zimmer Nr. 13 verzichtet, im Formel1-Motorsport auf die Startnummer 13. Bei den Bahai haben die Zahlen neun und neunzehn eine besondere Bedeutung.

Aura Soma

"Aura-Soma", Wortbildung aus griechisch αύρα, ávra - die Aura, der Hauch, Lufthauch bzw. lateinisch aura - der Schimmer, und griechisch σόμα, soma - der Körper; vorgebliche "ganzheitliche Seelentherapie" aus dem Bereich der Esoterik. "Aura-Soma" ist eine registrierte Handelsmarke der englischen Firma Aura Soma Products Ltd. "Aura-Soma" wurde 1984 von der blinden und angeblich hellsichtigen Engländerin Vicky Wall entwickelt. Ihre Präparate waren anfangs nur zur kosmetischen Behandlung gedacht. Während einer Meditation empfing sie nach eigenen Aussagen jedoch Informationen von einer "höheren Macht", die ihr bei der Entwicklung eines medizinischen Behandlungskonzepts halfen. Für "Aura-Soma" werden 106 verschiedene Flaschen mit sog. "Balance Ölen" verwendet, die jeweils zur Hälfte mit einer farbigen öligen und einer (anders) farbigen wässrigen Lösung gefüllt sind. Die derzeit 106 Flaschen sind fortlaufend nummeriert von 0 - 105. Die 14 verschiedenen Grundfarben der Aura Soma-Therapie sind: Rot, Korallenrot, Orange, Gold, Gelb, Olivgrün, Türkis, Blau, Königsblau, Violett, Magenta und Pink. Hinzu wird noch Klar genommen, das als Farbe gewertet wird. Vier Flaschen, die dem Patienten subjektiv am meisten zusagen, werden ausgewählt. Nach Schütteln einer Flasche werden einige Tropfen auf flaschenspezifisch bestimmte Körperstellen aufgetragen.

Diesen soll folgende Bedeutung zukommen:

* 1. Flasche: Lebensaufgabe,
* 2. Flasche: größte Schwierigkeiten,
* 3. Flasche: bisheriger Fortschritt auf dem Weg zu deren Überwindung,
* 4. Flasche: Zukunftsperspektiven. 

Die Aura Soma-Therapie basiert angeblich zu Großteilen auf der Kabbala, der jüdischen Mystik, und behauptet, sich teilweise auf Konzepte der traditionellen indischen Medizin (Chakren-Lehre) zu beziehen, ohne aber konkrete Zusammenhänge zu dem neuartigen Verfahren herzustellen. Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur in Mecklenburg-Vorpommern zählt diese esoterische Therapie zu den "Lebenshilfeangeboten mit ganzheitlichem Ansatz"

Feng Shui

Feng Shui, Feng-Shui oder Fēngshuǐ (chin. „Wind und Wasser“) ist ein aus China stammendes System zur Harmonisierung von Bauvorhaben und Wohnräumen. Der ältere Begriff für Feng Shui ist Kan Yu, eine Kurzform für den Begriff "den Himmel und die Erde beobachten". Nach der traditionellen Vorstellung soll man mit Feng Shui „die Geister der Luft und des Wassers geneigt machen“ können. Feng Shui ist im chinesischen Ursprungsland ein Teil der klassischen chinesischen Philosophiesysteme. Eines der traditionellen Anwendungsgebiete in China ist die Planung von Grabstätten (Ahnenkult). Feng Shui hat auch die chinesische Gartenkunst maßgeblich geprägt. Die Prinzipien des Feng Shui können auch bei Zimmereinrichtungen, Hausarchitektur und Landschaftsgestaltung berücksichtigt werden. Die Raumgestaltung und Baugestaltung erfolgt nach verschiedenen Regeln, die sicherstellen sollen, dass sich so genannte verstockte Energien nicht in diesen Räumen festsetzen können und das Qi frei fließen kann. Feng Shui betont das Verhältnis zwischen Mensch und Natur und basiert auf einigen zentralen chinesischen Philosophiesystemen, wie der Yin und Yang-Lehre, den nach den Himmelsrichtungen ausgerichteten Acht Trigrammen sowie der Fünf-Elemente-Lehre. Seit einigen Jahren erfahren die Lehren des Feng Shui auch zunehmendes Interesse in der westlichen Architektur und Innenarchitektur - es ist auch eine Verschmelzung von westlichen Ideen der Esoterik mit Feng Shui zu beobachten.
Grundlagen

* Der Begriff "Feng Shui" ist eine Abkürzung für einen Satz aus dem "Buch der Riten" von Guo Po (ca. a.D. 300): "Qi wird vom Wind zerstreut und stoppt an der Grenze des Wassers". Die Begriffe Wind/Wasser werden seither für die Kunst verwendet, mit der das Qi vor dem Wind geschützt und mit Wasser beeinflusst wird.
* Die Theorie Qi: Qi sei laut Feng-Shui-Theorie dessen wichtigste Grundlage. Qi sei die unsichtbare Lebensenergie, die überall um uns, in jedem Wesen und jeder Zelle fließe. Sie sei die Energie, die alles belebe und gestalte. In Japan wird sie Ki, in China Qi und bei uns Odem oder Lebensenergie genannt. Die Aufgabe eines Feng-Shui-Beraters sei es, die Bewegung des Qi in der Umgebung und im Haus zu erkennen, zu harmonisieren und zu steigern. Eine hohe Ansammlung von günstigem Qi könne zu positiven Ergebnissen bei Gesundheit, Harmonie und Erfolg des Menschen führen.
* Die Lehre von Yin und Yang: Yin ist das Qi von Bergen und Ruhe, Yang das Qi von Strassen, abschüssigem Gelände und Wasser. Die aus dem Taoismus stammende Lehre fördere das Gleichgewicht zwischen allen Gegensätzlichkeiten. Im New Age Feng Shui wird die Lehre von Yin und Yang allein auf die Wohnung angewandt, wie zum Beispiel den Yangbereichen, also den aktiven Bereichen wie Arbeits- und Wohnzimmer, und den Yinbereichen, den Ruhebereichen, wie dem Schlafzimmer und dem Meditationsraum. Jeder Bereich werde auf seine Funktionalität abgestimmt und die Anordnung der Räume harmonisch gestaltet.
* Die Lehre der 5 Elemente: Die Energie werde nicht mehr auf zwei, sondern auf fünf Ebenen analysiert und ausgeglichen. Hier sei das Wissen um die Auswirkung von Farbe, Form, Maßen und Klang auf den Menschen sehr wichtig. Der Ausgleich des Ortes könne durch die Anordnung und das Anbringen von Objekten, Farben oder Abhilfen durchgeführt werden.
* Das Luan Tou, die Landschaftsschule ist die älteste Schule im Feng Shui und im Westen noch weitgehend unbekannt. Es wird die Positionierung des Hauses in Bezug auf die Landschaftsformation bewertet.
* Die Kompasslehre (Li Qi Pai): Der Luo Pan, der Geomanten-Kompass, symbolisiert durch seine Form (ein Kreis in einem Quadrat) die Verbindung von Himmel und Erde. Nach der Lehre manifestiert sich der Einfluss der Sterne in bestimmten Formationen der Natur. Durch die Messung der Himmelsrichtung lässt sich die energetische Qualität des zu untersuchenden Hauses feststellen.
* Die Lehre der Fliegenden Sterne (auch Flying Stars genannt) ist ein Teil des Li Qi Pai. Sie analysiert die Einflüsse von neun "Sternen" und deren zeitlichen Einflüssen in Bezug auf die Landschaft, das Haus oder die Wohnung auf den Menschen. Die neun "Sterne" entsprechen in Charakteristik und Eigenschaften den Acht Trigrammen, auf denen das I Ging basiert, plus eines weiteren "Sterns", der die Mitte symbolisiert. Durch den zeitlichen Wechsel ändert sich auch die optimale Positionierung von Yin und Yang in der Umgebung eines Hauses. Dadurch gibt es günstige und ungünstige Einflüsse, denen durch die richtige Nutzung der Räume im Haus Rechnung getragen werden kann.

Klassisches Feng-Shui

Die älteste Schule im klassischen Feng Shui ist Luan Tou, im Westen "Formenschule" genannt. Dabei geht es um die optimale Auswahl eines Bauplatzes, der durch die natürliche Landschaftsformation geschützt ist. Luan Tou wurde sowohl für Wohnhäuser als auch für Grabstätten angewendet, wobei in der chinesischen Geschichte mal die eine, mal die andere Anwendung zeitlich dominierte. Li Qi Pai, die "Formelschule", arbeitet mit den Himmelsrichtungen, die am Haus mit dem Luo Pan, einem Kompass, gepeilt und auf den Hausgrundriss übertragen werden, sowie den zeitlichen Einflüssen. Die beiden populärsten Richtungen dieser Schule, die "Fliegende-Sterne-Methode" und die "Acht-Häuser-Methode", können beide auf lange Traditionen zurückblicken. Die "Geheimnisse" der Fliegende-Sterne-Methode wurden Anfang des 20. Jahrhunderts erstmals in einem Buch der chinesischen Öffentlichkeit präsentiert, nachdem sie bereits jahrhundertelang in Gebrauch waren. Das klassische Feng-Shui geht davon aus, dass die Erdkräfte in Form von Qi immer und unabhängig vom Menschen wirken. Der Mensch könne diese erkennen und entsprechend nutzen. Im klassischen Feng Shui werden als Hilfsmittel zur Harmonisierung von Räumen nur sehr wenige Objekte verwendet (z. B. Amulette, Landschaftsbilder und Kalebassen). Feng Shui wurde in China nach der kommunistischen Revolution von Mao Zedong verboten. Viele Feng Shui-Schriften wurden vernichtet und die Praktizierenden wurden gezwungen, von der Lehre abzulassen. Durch die Repressionen im chinesischen Stammland wurden viele Meister der Feng Shui-Disziplinen zur Emigration gezwungen. Nach dem Verbot und der Vertreibung aus dem kommunistischen China hat sich das klassische Feng Shui je nach Ursprung anders weiterentwickelt. Das Feng Shui aus Hongkong unterscheidet sich vom Feng Shui aus Malaysia oder Taiwan. Es lässt sich dort aber eine verstärkte Hinwendung zu den chinesischen Klassikern feststellen. In der Volksrepublik China, Taiwan und Hongkong werden Neubauten (z. T. auch aufwendige Bauprojekte wie Hochbauten) manchmal nach den Regeln des klassischen Feng Shui errichtet.
Westliches Feng Shui oder Neo-Feng-Shui

Im Westen ist durch die Vermischung einiger traditioneller chinesischer Feng Shui-Grundideen mit Vorstellungen der New Age und Esoterik Bewegung ein neues System entstanden, das Feng Shui vorwiegend als Methode zur Harmonisierung von Wohnräumen anwendet. Die in China übliche Praxis, Feng Shui bereits bei der Planung von Bauobjekten zu berücksichtigen, findet im Westen nur vereinzelt Anwendung. Das im Westen praktizierte Neo-Feng-Shui System hat seinen Ursprung bei der von Lin Yun 1986 in Kalifornien gegründeten „Church of Black (Hat) Sect Tantric Buddhism“. Einbezogen werden z. B. Theorien von Farbgestaltung und dem energetischen Einfluss von Kristallen und Düften. Unter Verwendung von zahlreichen Hilfsmitteln (z. B.: Windspiele, Kristallen, Zimmerbrunnen, Goldsteinen, farbigen Stoffen, Wasserpostern) soll der Fluss der Lebensenergie Qi in Wohnräumen regulierbar sein. Das Neo-Feng-Shui oder New-Age-Feng-Shui ignoriert die Himmelsrichtungen und richtet Maßnahmen nach dem Hauseingang oder der Wohnungstüre aus, während klassisches Feng Shui in China versucht, bereits bei den Baumaßnahmen Einfluss auszuüben. Eine der beliebtesten Methoden im Neo-Feng-Shui, das so genannte 3-Türen-Bagua, lässt sich nur sehr ansatzweise auf klassische Quellen zurückführen: Im Shuo Gua, einem der Zehn Flügel des Yijing (I Ging), finden sich Beschreibungen der acht Trigramme, die sich mit viel Fantasie zu den von Neo-Feng-Shui-Praktizierenden verwendeten Bedeutungen umdeuten lassen. Im Shuo Gua wird jedoch jedem Trigramm eine Himmelsrichtung fest zugeordnet, diese Richtungszuordnung wurde von Lin Yun jedoch fallen gelassen. Das 3-Türen-Bagua funktioniert entgegen der allgemein angenommen Vorstellung nur bei dem Eingang nördlich Mitte.

Pendel (Esoterik)

Das Pendeln ist eine esoterische Methode. Ein Pendel an einem Faden oder Haar wird mit zwei Fingern über einen Gegenstand gehalten, mit der Absicht, Erkenntnisse über den Gegenstand zu gewinnen. Es wird z. B. von Wunderheilern zur Diagnose verwendet, aber auch wie das Wünschelrutengehen zum Aufspüren von "Erdstrahlen" oder "Wasseradern". Je nach Erwartung der Person, die das Pendel hält, zeigt es durch den Carpenter-Effekt, der unbewussten Steuerung motorischer Vorgänge, verschiedenes Verhalten. Als Antwort auf selbstgestellte Fragen kann das Pendel beim "mentalen Pendeln" sich links- oder rechtsherum im Kreis drehen, von vorn nach hinten oder von links nach rechts schwingen. Die Bewegungen werden dann anhand vorher festgelegter Kriterien gedeutet. Z. B. links-rechts für "Nein" wie Kopfschütteln, vor-zurück für "Ja" wie Kopfnicken. Kreisbewegung im Uhrzeigersinn für "Ja", Kreisbewegungen gegen den Uhrzeigersinn für "Nein". Der Carpenter-Effekt wird beim sogenannten ideomotorischen Pendeln bewusst ausgenutzt; dabei sollen Reaktionen des Unbewusstseins auf gestellte Fragen mittels der ausgelösten Muskelbewegungen enthüllt werden. Da ideomotorische Bewegungen durch das Bewusstsein leicht zu steuern sind, ist der Wert dieser Methode allerdings fraglich.

Telekinese

Die Telekinese (griechisch τηλεκίνηση, von griechisch τηλε, tēle-, „fern“, „weit“ und altgriechisch κίνησις, kínēsis, „Bewegung“), auch Psychokinese (griechisch ψυχή, psychḗ, „Seele“), ist die Fähigkeit, allein durch Gedankenkraft physikalische Kraft auszuüben, zum Beispiel Gegenstände zu bewegen. Gelegentlich wird zwischen Makropsychokinese (griechisch μακρο-, makro-, „groß“), bei der Gegenstände sichtbar verformt oder bewegt werden, z. B. Poltergeist- und Spukphänomenen, und Mikropsychokinese (griechisch μικρο-, mikro-, „klein“), bei der elektronische Schaltkreise oder radioaktiver Zerfall beeinflusst werden sollen, unterschieden. Bei der Retro-Psychokinese (lateinisch retro-, „zurück“, „hinter“) sollen Daten beeinflusst werden, die bereits in der Vergangenheit erzeugt wurden. Seltener werden die Begriffe Pyrokinese (altgriechisch πυρ, pyr, „Feuer“) für die angebliche Fähigkeit, durch Gedankenkraft Feuer zu entzünden, Kryokinese (griechisch κρυο-, kryo-, „kalt“) oder (in englischer/lateinischer Schreibung) Cryokinese für das Beeinflussen von Wasser zu Eis und Aerokinese (griechisch αέρας, aéras, „Luft“, „Wind“) für das Beeinflussen von Luft verwendet. Die Existenz der Telekinese ist umstritten. Sie wird in der Parapsychologie systematisch erforscht. So versuchte Joseph Banks Rhine seit den 1920er Jahren, der Parapsychologie durch kontrollierte Versuchsanordnungen zur Anerkennung durch die etablierten Wissenschaften zu verhelfen. In den 1970er Jahren experimentierte der deutsch-amerikanische Physiker Helmut Schmidt mit einem selbst entwickelten Zufallsgenerator auf der Basis von radioaktivem Zerfall, dessen Impulse in Lichtsignale umgesetzt wurden. Versuchspersonen hatten die Aufgabe, diese Lichtsignale durch Gedankenkraft zu beeinflussen. Signifikante Ergebnisse können unter kontrollierten Bedingungen bei diesen Versuchen bis heute nicht reproduziert werden. Darüber hinaus fehlt eine Theorie, die das angebliche Phänomen, dessen Erscheinen und Ausbleiben erklären könnte. Der bekannteste Mensch mit angeblich telekinetischen Fähigkeiten ist wohl Uri Geller, der durch das scheinbar telekinetische Verformen von Löffeln im Fernsehen berühmt wurde. Aufgrund von Gellers beständiger Weigerung, seine Vorführungen unter überprüfbaren Bedingungen zu wiederholen, herrscht die Meinung vor, bei seinen Darbietungen handele es sich um Bühnenmagie, also trickreiches Vortäuschen. Bei einigen seiner Vorführungen ist – unter anderem durch Zeitlupenaufnahmen – bereits nachgewiesen worden, dass die Effekte durch bühnenmagische Tricks zustande kamen. Parapsychologiekritiker sagen, ein reproduzierbarer Nachweis solcher Phänomene stehe noch aus. Auch bezögen sich Befürworter der Telekinese auf Experimente, die in weiter Vergangenheit liegen; und je genauer die Überprüfungsmethoden würden, desto kleiner würden die Gegenstände, die durch Telekinese anscheinend bewegt werden. Die aktuellste Meta-Analyse konnte kein eindeutiges Ergebnis erzielen und muss die Frage der Existenz solcher Phänomene offen lassen.

Telepathie

Telepathie (von griechisch τηλε, tele, „fern“ und πάθεια, patheia, „Empfindung“ oder „Empfänglichkeit“) bezeichnet die Fähigkeit, Information von einem Menschen zu einem anderen Menschen oder allgemein einer anderen "Wesenheit" (Tier, Pflanze) zu übertragen, ohne direkt sinnlich (optisch, akustisch, taktil, geschmacklich, olfaktorisch) wahrnehmbare Einflussnahme oder derzeit bekannte physikalisch messbare Wechselwirkungen. Der deutsche Begriff für Telepathie ist Gedankenübertragung; umgangssprachlich sind auch sechster Sinn oder siebter Sinn üblich. Der Sender soll mit dem Empfänger mittels Gedankenkraft in Kontakt treten können. Eine spezielle Form ist das so genannte Channeling, bei dem ein Mensch Informationen, die er von einem Wesen empfängt, verbal oder schriftlich weitergeben können soll. Telepathie gehört zu den Phänomenen, die von der Parapsychologie untersucht werden. Bis heute gibt es keinen naturwissenschaftlich anerkannten Beweis für die Existenz der Telepathie. Zum verwandten, medizinisch untersuchten Phänomen der Gehirnwellen, siehe den dortigen Artikel.

Zenerkarten

Ein klassischer parapsychologischer Versuch für den Nachweis von Telepathie wird mit Zenerkarten durchgeführt. Sie gehen auf Joseph Banks Rhine zurück, der die Karten nach seinem Kollegen Karl Zener benannte. Die Karten zeigen fünf verschiedene Symbole: Kreuz, Wellen, Quadrat, Stern und Kreis. Ein übliches Deck besteht aus 25 Karten. Bei dem Versuch werden die Karten in einer bestimmten Reihenfolge aufgelegt. Der Sender soll nun dem Empfänger Karte für Karte telepathisch übertragen, so dass dieser dieselbe Reihenfolge auflegen soll. Dieser Versuch wurde auch vom Physiker Edgar D. Mitchell durchgeführt, der 1971 Astronaut der Apollo 14-Mission zum Mond war. In einem geheimen, nicht von der NASA autorisierten privaten Projekt wollte er vom Raumschiff aus telepathisch mit vier Personen auf der Erde in Kontakt treten. Bei einem der vier Teilnehmer auf der Erde sollen die Ergebnisse signifikant von der statistisch zu erwartenden Zufallsverteilung abgewichen sein. Zum Teil wird für diese Tests der so genannte Teleblitzer eingesetzt, der das Senden erheblich verstärken soll. Dieser besteht aus einem in bestimmter Frequenz blitzenden Leuchtpult, auf das man die zu sendenden Symbole legt. Durch das rhythmische Blitzen wird das Gehirn angeblich zu hoher Konzentration auf das Symbol angeregt, womit der Gedanke dann stärker ausgesendet werden soll. Die Empfängergruppe in einem Nebenraum macht lediglich ihren Geist ‚von Gedanken frei‘ und beobachtet, was einfällt. Am Ende werden die Ergebnisse verglichen.
Angebliche Telepathen

Uri Geller
Channeling
PSI-Phänomen

Telepathie zwischen Mensch und Tier (Tierkommunikation)

Als Tierkommunikation wird die telepathische Kommunikation zwischen Mensch und Tier bezeichnet. Menschen, die diese Form der Telepathie ausüben oder lehren, werden allgemein als Tierkommunikatoren bezeichnet.

In der Tierkommunikation geht man davon aus, dass sich Menschen und Tiere telepathisch unterhalten können und prinzipiell jeder Mensch und jedes Tier diese Fähigkeit von Natur aus mitbringt. Die telepathische Kommunikation kann – je nach Vorliebe/Talent/Übung des Menschen – mit einem oder mehreren Sinnen wahrgenommen werden.

Im Allgemeinen ist es Ziel der Tierkommunikation, ein besseres Verständnis zwischen Mensch und Tier zu erreichen und schneller und klarer herauszufinden, wie es einem Tier geht bzw. was es benötigt, damit es ihm besser geht. Außerdem sollen mit Hilfe der Tierkommunikation die Ursachen für bestimmte Verhaltensweisen des Tieres herausgefunden werden können (z.B. bei Verhaltensauffälligkeiten). Häufige Anwendung findet die Tierkommunikation auch bei der Suche nach vermissten Tieren.

Meist geht die Initiative zur Kontaktaufnahme zu einem Tier mittels Tierkommunikation vom Menschen aus, aber auch Tiere in Notsituationen oder mit großem Leidensdruck sollen von sich aus telepathischen Kontakt zu Menschen aufnehmen können.

Professionelle Tierkommunikatoren verstehen sich auch als Dolmetscher zwischen Mensch und Tier. Tierkommunikatoren arbeiten meist mit Haustieren oder Tieren in Gefangenschaft. Aber auch der Kontakt zu wildlebenden Tieren soll möglich sein. Die Kontaktaufnahme zu dem jeweiligen Tier erfolgt telepathisch in Anwesenheit des Tieres oder in Abwesenheit des Tieres mittels eines Fotos.

Auch für die telepathische Tierkommunikation gilt, dass es bis heute keinen naturwissenschaftlich anerkannten Beweis für deren Existenz gibt.

Quelle: Wikipedia