Teleaesthesie
Die Teleaesthesie bezeichnet eine räumliche oder zeitliche Fernwahrnehmung, die nicht durch Sinneswahrnehmung im naturwissenschaftlichen Sinne begründet werden kann. Das Wort besteht aus dem griechischen Adverb für weit (tele) und der griechisch-neulateinischen Ästhesie, was Empfindungsvermögen bedeutet. Diesem Begriff stellte der britische Schriftsteller Frederic Myers (1843-1901) den Ausdruck Telepathie (tele = weit; pathos = Gefühlserregung, Leidenschaft) als Äquivalent zur Seite, wie er vor der Society for Psychical Research in London im Dezember 1882 vorschlug. Telepathie hat sich mittlerweile durchgesetzt; der Ausdruck Teleästhesie ist heute veraltet und nicht mehr gebräuchlich.
Auch die Parapsychologen sprechen von Telepathie. Es gibt keine gesicherten Beweise für sie, jedoch zahlreiche anekdotische Berichte und experimentelle Erfolge, dass es schwer ist, ihre Existenz rundheraus zu leugnen. Bei einer Fernwahrnehmung, die sich an Objekten oder Ereignissen orientiert, spricht man von Hellsehen.